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Registriert seit: 03.01.2008
Beiträge: 4
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Gerberkreuz Mittenwald
(Infos im Klettern Magazin Feb/März200 Text: Alexandra & Matthias Robl Donnerstag Abend, ich steige die letzten Meter der dritten Seillänge ins leichtere Gelände hinaus. Zwei Bohrhaken noch für den Stand und meine Route „Geisha“ ist fertig. Im Abendlicht seilen mein Mann Matthias und ich zurück an den Wandfuß, wir packen zusammen und laufen im Dunklen zur Mittenwalderhütte. Dort erwartet uns schon der Michi und die Edith mit einem spitzen Kaiserschmarren. Noch zwei leichte Weizen und runter geht’s mit den Stirnlampen, nach Mittenwald zurück ins Tal. Der Wandvorbau des Gerbermassives wurde von uns im Sommer 2007 entdeckt. Nach einem schönen Klettertag in der Route „Käptn Kriner“ schauten wir uns den Vorbau des neuen Gebietes an. Schnell hatten wir einige Linien im Kopf. Doch zuerst durften wir nach China zu einer Expedition. Nach der Reise begann dann Suche nach Neuland. Mit der Route Sommergewitter gelang uns sicher ein absoluter Klassiker für das Gebiet rund um die Mittenwalderhütte. Die Route ist steil mit wasserzerfressenen Löchern in erstaunlich gutem Fels für das Karwendel. Mehrmals kletterte ich schon die Route und bin immer wieder begeistert von der dritten Seillänge. Sogar der Schwierigkeitsbereich passt für die Kletterform nach einer Expedition. Nun wurde der Herbstbeginn vom Wetter nicht gerade begünstigt und unsere Route „Geisha“ musste lange auf sich warten. Wir waren so begeistert von dem Felsen, dass wir gleich noch ein weiteres Projekt im oberen Wandvorbau anfingen. Zuvor kletterten wir noch die Route „Nie Genug“ im oberen Wandvorbau. Nach wenigen etwas brüchigen Einstiegsmetern erwartet einen in dieser sehr gut eingebohrten Tour fester Kalk. Die zweite Seillänge geht vom Stand über eine Platte hinauf im perfekten Plattenfelsen. Nun kommt die Schlüsselstelle in der zweiten Seillänge, ein langer Zug in zwei kleine Löcher, danach folgen 20 Meter in bestem Felsen. Auch die letzte Seillänge bietet erstklassigen Kalk - die im senkrechten Felsen versteckten messerscharfen Löcher machen einen Rotpunkt Durchstieg nicht leicht. Man braucht eine gute Hornhaut und ein wenig Glück für die Richtigen Kletterzüge. Zurück seilt man über die Route ab. Anfahrt: Mit dem Zug von München oder Innsbruck nach Mittenwald. Aufstieg: In 1er Stunden zur Mittenwalderhütte, dort gibt’s auch Übernachtungsmöglichkeiten, Infos unter www.mittenwalder-huette.de oder Willkommen bei Matthias & AlexandraRobl Von der Hütte in 45 Minuten Richtung Lindlainkopf, kurz vor dem Gipfelkreuz nach links eine auffallende Rinne hinauf. Steinmänner und orange Markierung. Nie Genug 7+ / 8- / Sommergewitter 7- / Herbstwind 6- / Geisha 5+ Erstbegehung: "Nie Genug" am 30.06.07 Alexandra und Matthias Robl Erstbegehung: "Sommergewitter" am 08.07.07 Alexandra und Matthias Robl Erstbegehung: "Herbstwind" 6- am 09.09.07 Alexandra und Matthias Robl Erstbegehung: " Geisha" 5+ am Abend vom 20.09.07 Alexandra und Matthias Robl Noch weitere zwei Projekte für 2008 im Frühling |
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